Artikel über Spielsucht - fussballwetten - tipps .de
Vom Wetten können und vom Wetten müssen
Für die meisten Menschen sind Sportwetten nur eine spaßige und harmlose Freizeitbeschäftigung.
Für einen kleinen Teil wird diese Freizeitbeschäftigung aber bald zum bitteren Ernst.
Sie schaffen es nicht mehr, dem Drang zum Wetten zu widerstehen, auch wenn dies überaus
negative und einschneidende Folgen in ihrem persönlichen, familiären oder beruflichen
Umfeld nach sich zu ziehen droht oder bereits nach sich gezogen hat.
In Deutschland sind davon ca. 200.000 Menschen betroffen, wobei die Zahl der männlichen
Betroffenen wesentlich höher ist als die der weiblichen. Die Sucht beginnt in der sogenannten
Gewinnphase. Zunächst wird nur gelegentlich gewettet. Es kommt zu dem ersten größeren oder
mehreren kleineren Gewinnen. Der Wetter verspürt immer mehr ein positive Erregung vor der
Wette und während des Ereignisses, auf das er gesetzt hat. Sein Optimismus wird immer größer
und unrealistischer und er fängt an, Wunschgedanken zu entwickeln.
Er wettet jetzt immer häufiger und die dabei eingesetzten Beträge werden immer höher.
Danach befindet sich der Spieler in der sogenannten Verlustphase. Der Betroffene bagatellisiert
seine Verluste und prahlt mit seinen hohen Gewinnen und seinen Erfolgen. Die Verluste sind
seiner Meinung nach von seinen Gewinnen abgedeckt. Es wird jetzt immer häufiger ans Wetten
gedacht und es kommt zu den ersten wirklich größeren Verlusten, über die vor anderen gelogen
wird und die vor anderen verheimlicht werden. Freunde und Familie werden nun immer mehr
vernachlässigt und die gedankliche Beschäftigung mit dem Spiel nimmt überhand. Selbst
während der Arbeitszeit wird an nichts anderes mehr gedacht. Um wetten zu können, müssen
vom Betroffenen jetzt schon Schulden und Kredite aufgenommen werden. Zu diesem Zeitpunkt
kann dem Drang und der Versuchung zu wetten nicht mehr widerstanden werden.
Was folgt ist die sogenannte Verzweiflungsphase. Die Geldbeschaffungsaktionen werden immer
ungewöhnlicher und arten teilweise in kriminellen Handlungen aus. Schulden können nicht mehr
oder nur unpünktlich zurückgezahlt werden. Die Sucht schlägt sich spätestens jetzt in der
Persönlichkeit des Betroffenen nieder: Er ist besonders reizbar, kann keine Ruhe finden und
leidet unter Schlafstörungen. Von der Gesellschaft hat er sich vollständig zurückgezogen,
von Familien und Freunden entfremdet, die gesellschaftliche Stellung ist verloren. Die
Geldbeschaffung erfolgt nun ausschließlich illegal und die gesamte Zeit und das gesamte
Geld werden in weitere Wetten investiert. Irgendwann verliert der Betroffene jegliche
Hoffnung und schließlich kommt es zu Selbstmordgedanken und –versuchen.
Wenn Sie selbst befürchten spielsüchtig zu sein oder gefährdet zu sein, wenden Sie
sich bitte an eine kompetente Beratung!
Nähere Informationen erhalten Sie auf folgenden Seiten:
www.suchthotline.info
www.blaues-kreuz.org
www.blaues-kreuz.de
www.anonyme-spieler.org
www.spielsucht.net
www.spielsucht-therapie.de
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www.gamcare.org.uk
www.responsiblegambling.org
www.stoptheaddiction.com
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