Vorsprung durch Technik: Die Bundesliga rüstet auf

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Heutzutage spielt moderne Technik eine immer wichtigere Rolle in den Planungen von Bundesligavereinen und im Profi-Sport allgemein. Wie und wo die neue Technik genutzt wird, wollen wir in diesem Artikel klären. 

Steigerung von Leistung und Effektivität

Kaum eine Sportart generiert weltweit so viel Umsatz wie es der Fußball tut. Entsprechend bemüht sind die Vereine natürlich, sich von der Konkurrenz abzusetzen, eine privilegierte Position bei der Verteilung der Gelder einzunehmen und immer mehr (zahlungswillige) Fans an den Verein zu binden. Grundvoraussetzung für den finanziellen Erfolg ist in aller Linie aber einmal eine sportlich erfolgreiche Mannschaft. Die Mannschaftsleistung sowie die individuelle Spielerleistung zu erhöhen, hat folglich für die Vereine und Trainer höchste Priorität. Diese Leistungssteigerung kann auf vielfältige Art und Weise erreicht werden. Oft ist es das Zusammenspiel mehrerer Einzelfaktoren, das schlussendlich eine Verbesserung des Kollektivs und des Individuums zur Folge hat. Grundsätzlich aber kann man von vier Teilbereichen sprechen, in denen die Vereine versuchen, sich durch Einsatz moderner Technik zu verbessern: Ernährung, Training, Eigen,- und Gegner Analyse und Marketing.

Was machen die Vereine?

In den genannten Teilbereichen stehen den Vereinen zahlreiche Technologien und Anwendungen zur Verfügung, um eine Leistungssteigerung zu erzielen und Fehlentscheidungen zu vermeiden. Allgemein überwachen heutzutage die meisten Bundesligavereine die Ernährung Ihrer Spieler. In den Spielzeiten gelten genaue Ernährungspläne, ausgebarbeitet von Experten, die sicherstellen, dass die millionenschweren Stars ausgewogen und gesund essen. Nur so ist maximale Leistung abrufbar, während die Verletzungsgefahr klein und die Regenerationsphasen kurz gehalten werden. Die Auswertung und Optimierung der Pläne und eingenommenen Nährstoffe erfolgt durch moderne Analyse- und Statistik Tools. Detailgenau zeigt der Computer die Defizite gnadenlos auf. Im Training wird moderne Technik auf vielfältige Art und Weise eingesetzt. Spieler tragen sowohl GPS-Westen, als auch Trikots mit eingenähten Chips. Auch die Bälle sind oft gechipt. So werden während der Trainingseinheit Bewegungsdaten erstellt, die den Trainern zur taktischen Analyse und den Spielern zu Verbesserung ihres Spiels dienen. Laufwege können erstellt, Heatmaps generiert und allgemeine sportliche Leistungen wie Sprints, Dauer der Sprints, Positionstreue und vieles mehr haargenau erfasst werden. Zunehmend lassen Trainer ihre Einheiten auch mittels Dronen aus der Luft filmen. Die Luftbilder lassen einen Überblick in Echtzeit zu und zeigen den Trainern Bewegungen von Mannschaftsteilen und allgemeines Zusammenspiel ihrer Spieler deutlich auf. Ähnlich lassen sich auch Besucherströme im und vor dem Stadion analysieren und so Verbesserungen in der Infrastruktur etc. vornehmen. 

Immer mehr Daten

Grundsätzlich gilt für die Vereine: Je mehr Daten, desto besser. Das Ziel ist es, am Ende eine Mannschaft aus Spielern zu haben, die maximal effektiv ist. Im Detail heißt das dann: Hohe körperliche Leistungsbereitschaft, effiziente Spielweise, niedrige Verletzungsanfälligkeit und hohe Ausdauer. Sollte es trotzdem zu einer Verletzung kommen, wollen die Vereine im Idealfall in der Lage sein, aufgrund gesammelter Daten schnellstmöglich die richtige und effektivste Reha-Maßnahme zu finden und das Training entsprechend individuell anzupassen. Schlussendlich geht es den Vereinen auch um eine verbesserte Planbarkeit. Sie wollen treffsichere Prognosen bei Eigen- und Gegneranalyse. Je mehr Daten, desto aussagekräftiger die Erkenntnisse. Die aus den Daten gewonnen Informationen sind für die Vereine mittlerweile essentiell, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. 

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