Welche Bundesligamannschaften werden die aktivsten auf dem Transfermarkt 2019?

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Die Saisons in den europäischen Top-Ligen sind vorbei, nur das Champions League-Finale steht noch aus. Das Transferkarussell in Europa dreht sich entsprechend bereits auf Hochtouren und die Bundesliga Vereine mischen wie üblich ganz vorne mit. Welche Mannschaften vermutlich am aktivsten sein werden, erfahren Sie hier. 

Größenverhältnisse in der Liga

Grundsätzlich gilt natürlich die alte kaufmännische Regel: Man kann nicht mehr ausgeben, als man einnimmt. Die größten Ausgaben werden folglich von den Vereinen mit den größten Budgets zu erwarten sein. Sie stellen logischerweise die Teams mit den höchsten Marktwerten. An oberster Stelle steht hier in Deutschland der FC Bayern München mit einem Gesamtmarktwert von 770 Millionen Euro. Es folgen Dortmund (660 Millionen), RB Leipzig (432 Millionen), Leverkusen (387 Millionen) und Gladbach (299 Millionen). Zurückhaltung auf dem Transfermarkt werden diese Vereine nur üben, wenn ihre Mannschaften mehr oder wenig komplett und alle Schlüsselspieler mit langfristigen Verträgen ausgestattet sind. 

Münchener XXL-Shopping Tour 2019

Auffällig war in der vorangegangenen Saison das zurückhaltende Transferverhalten des FC Bayern München. Es wurden ganze 0 Euro ausgegeben. Spieler wurden lediglich geliehen oder kamen ablösefrei zum deutschen Rekordmeister. Ein genauer Blick zeigt jedoch: Es war die Ruhe vor dem Sturm. 2019 wird der FC Bayern vermutlich in Rekordhöhe auf dem Transfermarkt tätig werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen wäre da die Personalie James Rodríguez. Im Sommer 2019 werden die Bayern ihre vertraglich zugesicherte Kaufoption erhalten. Der Spanier wird wahrscheinlich für 42 Millionen Euro Ablöse an die Isar wechseln. Alphonso Davies, 18-jähriges Stürmertalent aus Kanada, ließen die Bayern sich bereits 10 Millionen Euro kosten. Der französische Verteidiger Benjamin Pavard, aktuell ausgeliehen vom VFB Stuttgart, wird die Münchener wohl 35 Millionen Euro kosten. Zudem laufen die Verträge von Robben und Ribery aus, deren Zeit beim FC Bayern zu Ende geht. Für sie muss ebenfalls Ersatz angeschafft werden, der im mittleren achtstelligen Millionenbereich liegen wird. Und dazu kommt noch die Personalie Lewandowski. Sollte der zuletzt wechselwellige Stürmer München in diesem Sommer verlassen, muss auch er für viel Geld ersetzt werden. Der FC Bayern München könnte in diesem Jahr deutlich über 150 Millionen Euro an Transfergebühren ausgeben und damit die Konkurrenz in der Liga weit hinter sich lassen. 

Was macht die Konkurrenz?

Die Bundesliga besteht natürlich nicht nur aus dem FC Bayern. Auch die anderen Vereine aus dem oberen Tabellen-Viertel werden wieder kräftig auf dem Transfermarkt zuschlagen. Allerdings unterscheiden sich ihre Transfers oft von denen des FC Bayern in der Höhe und der Herkunft der Spieler. Während der FC Bayern vornehmlich internationale Stars und Supertalente einkauft, suchen andere Vereine eher lokal. Vereinfacht gesagt, suchen sich Vereine wie Gladbach und Co ihre Spieler in Deutschland und benachbarten europäischen Ländern für mittleres Geld. Sobald diese Spieler in der Bundesliga etabliert und zu Leistungsträgern geworden sind, geraten sie in den Fokus des BVB und wechseln dann oft. Wer dann beim BVB wiederum abliefert, wechselt international oder zum FC Bayern. Diese Transferdynamik scheint sich in den letzten Jahren immer mehr zu etablieren. Ob diese Dynamik für die Bundesliga langfristig gut oder schlecht ist, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass der FC Bayern mit nun 7 Meistertiteln in Folge immer schwieriger zu besiegen und die Liga zunehmend berechenbarer wird. Umso wichtiger wird es für alle anderen Vereine, klug und vorausschauend auf dem Transfermarkt 2019 tätig zu werden. 

 

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